Stockout Prevention hängt nicht nur von guter Planung ab, sondern auch von der Geschwindigkeit der Umsetzung. Ein langsamer Replenishment-Prozess macht aus kleinen Risiken schnell kritische Engpässe.
Merkmale eines starken Replenishment-Workflows
- tägliche, priorisierte Empfehlungen
- klare Trennung kritischer und unkritischer Fälle
- Berücksichtigung von Restriktionen (MOQ, Kapazitäten, Netzwerk)
- eindeutige Verantwortlichkeiten für Entscheidungen
- direkte Rückintegration in ERP-Prozesse
Empfohlenes Workflow-Design
1) Nach Business-Impact priorisieren
Nicht nur nach Bestandslücke, sondern nach Service- und Umsatzwirkung.
2) Entscheidungstypen sauber trennen
Nicht jeder Engpass braucht sofort eine Bestellung. Häufige Optionen:
- Bestellung anpassen
- Umlagerung auslösen
- Liefertermin eskalieren
- Forecast-Review triggern
3) Klare Freigabelogik definieren
Wer entscheidet was, ab welchem Schwellenwert?
4) Ergebnisqualität messen, nicht nur Geschwindigkeit
Schnelle Entscheidungen sind nur dann wertvoll, wenn sie die KPIs verbessern.
KPI-Set für den Workflow
- Akzeptanzrate von Empfehlungen
- Entscheidungszeit für kritische Fälle
- Expedite-Anteil
- Wiederholungsrate von Engpässen
- Service-Level-Erholung nach Alerts
Anti-Patterns
- eine große, unpriorisierte Aufgabenliste
- manuelle Triage in Excel
- unklare Freigaben
- fehlende Lernschleifen nach Vorfällen
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