Sicherheitsbestand und Meldepunkt gehören zu den stärksten Hebeln gegen Fehlbestände. Das Problem liegt selten in der Formel, sondern meist in veralteten Annahmen.
Warum statische Einstellungen scheitern
Statische Parameter ignorieren:
- Nachfrageveränderungen
- Lieferzeitvariabilität
- Veränderungen im Portfolio
- neue Service-Level-Ziele
Ein praxistaugliches Vorgehen
1) Service-Level-Ziele je Segment definieren
Nicht ein Ziel für alle Artikel, sondern differenzierte Zielwerte nach Kritikalität.
2) Unsicherheit korrekt modellieren
Nachfrage- und Lieferzeitvarianz gemeinsam betrachten.
3) Parameter regelmäßig neu berechnen
Für volatile Segmente häufigere Updates, für stabile Segmente längere Intervalle.
4) Operative Grenzen berücksichtigen
MOQ, Losgrößen und Beschaffungsrestriktionen einbeziehen.
5) Mit Simulation absichern
Szenarien vor Rollout vergleichen, um Service- und Bestandswirkung besser abzuschätzen.
Wichtige KPIs
- Service-Level / Fill Rate
- Stockout-Häufigkeit
- Bestandsreichweite
- Expedite-Anteil
- Umsetzungsrate von Parameteränderungen
Typische Fehler
- Ein einheitlich sehr hohes Service-Level für alle Artikel
- Lead-Time-Risiko unzureichend berücksichtigt
- Parameteränderungen ohne abgestimmte Verantwortung
- Keine Rückkopplung aus tatsächlichen Ergebnissen
Weiter zum Gesamtansatz: Stockout Prevention Playbook.
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