Viele Fehlbestände werden zu spät erkannt, weil Lieferantenkommunikation außerhalb des eigentlichen Planungsprozesses stattfindet. Strukturierte Zusammenarbeit schließt genau diese Lücke.
Wo klassische Abstimmung scheitert
- Verzögerungen werden spät gemeldet
- keine gemeinsame Priorisierung kritischer Aufträge
- fragmentierte Kommunikation über E-Mail und Excel
- geringe Transparenz zu Kapazitätsengpässen
5 wirksame Taktiken
1) Eine gemeinsame, priorisierte Risikoliste
Einkauf und Lieferant arbeiten auf derselben Sicht kritischer Bestellungen.
2) Standardisierte Update-Ereignisse definieren
Zum Beispiel:
- Lieferterminverschiebung
- Mengenabweichung
- Kapazitätsreduktion
- Qualitätsstopp
3) Eskalationsschwellen festlegen
Nicht jede Abweichung eskalieren, sondern nach Business-Impact und Service-Risiko.
4) Reaktionsqualität der Lieferanten messen
Reaktionszeit, Datenqualität und Verlässlichkeit systematisch tracken.
5) Lieferantenfeedback direkt in die Disposition zurückführen
Rückmeldungen müssen automatisch in Priorisierung und Planung wirken.
KPI-Set für lieferantengetriebene Stockout-Prävention
- OTD für kritische Bestellpositionen
- Reaktionszeit auf Rückfragen
- Anteil gelöster Eskalationen vor tatsächlichem Fehlbestand
- Genauigkeit von Lieferantenbestätigungen
- Stockout-Fälle mit Lieferantenursache
Umsetzungstipp
Starten Sie mit den Top-20 Lieferanten nach Risikobeitrag. Dort ist die Wirkung in der Regel am schnellsten sichtbar.
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